Der Külsheimer Bahnhof



Der Badische Hof an der Kreuzung Steinbacher / Bronnbacher Strasse, 1865 erbaut. Poststelle bis 1871 und von 1956 bis 1972. Abgerissen 1973 mit der Begründung, dass die vorhandenen Räume eine reibungslose Abwicklung des Postdienstes nicht mehr gestatten würden.


Der Badische Hof sollte eigentlich Teil einer Külsheimer Bahnhofsanlage sein. Die Külsheimer wollten einen Bahnanschluss haben, da dies als wichtiger Faktor für wirtschaftliches Wachstum und Erfolg gesehen wurde.

1876 reichten die Anliegergemeinden zum ersten Mal -erfolglos- eine Petition zum Bau einer Verbindung Walldürn–Hardheim–Tauberbischofsheim ein. Spätere Vorschläge beinhalteten zusätzlich eine verlängerte Streckenführung Eberbach–Mudau–Walldürn oder Buchen–Tauberbischofsheim als nördliche Konkurrenzstrecke zur Odenwaldbahn.
Nach einigen fehlgeschlagenen Versuchen nahm ein „Eisenbahnausschuss“ aus Tauberbischofsheim 1895 erneut einen Anlauf zur Bewilligung der gewünschten Eisenbahnverbindung, der im Gegensatz zu zwei konkurrierenden Petitionen aus dem gleichen Jahr für Strecken über Pülfringen und Gissigheim beziehungsweise über Külsheim nach Bronnbach in der Badischen Ständeversammlung Gehör fand. Im Rahmen der Petition boten die Anliegergemeinden an, das benötigte Gelände unentgeltlich bereitzustellen.  (Quelle: Bahnstrecke Walldürn–Hardheim, Wikipedia).

Damit stand in Külsheim zwar ein schmuckes Bahnhofshotel, allerdings ohne den gewünschten Bahnanschluss.

Hätte eine Bahnhof die Geschicke Külsheims verändert? Wahrscheinlich nicht im großen Stil. In Külsheim gab es keine Fabriken oder größere Gewerbebetriebe, die durch einen Bahnanschluss hätten wachsen können. Eine Ansiedlung solcher Betriebe scheint unwahrscheinlich, die Städte am nahen Main waren dazu eher prädestiniert.

Was blieb war ein stattliches, massives Gebäude aus Rotsandstein - und heute schöne Landschaften, die nicht durch inzwischen rückgebaute Bahntrassen und -dämme beeinträchtigt sind.

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